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Dauerwinter

25. Januar 2010

Eine so lang andauernde Kälte im Januar haben wir hier schon lange nicht mehr gehabt. Es fing an in den ersten Januartagen: Der sanft herabfallende Schnee sorgte für stimmungsvolle Stillleben.

Aber schon eine Woche später suchte Tief Daisy uns heim. Während wir zwar nicht so stark betroffen waren wie die Ostholsteiner, und vor allem die Fehmaraner, so sorgten die Schneeverwehungen doch für einige Behinderungen. Praktisch der gesamte Schnee wurde von den Feldern auf die Straßen geweht, sodass wir sowohl am Samstag, den 9. Januar als auch am darauffolgenden Sonntag uns gedulden mussten, bis der Schneedienst auch zu uns vorgedrungen war und wir aus unserer Straße herauskamen.

Auch jetzt, gut zwei Wochen später, türmen sich noch die Schneeberge vor dem Grundstück und entlang der Straße; allerdings sieht jetzt alles schmutziggrau aus, weil es seitdem kaum Neuschnee gegeben hat. Mittlerweile ist auch die Bucht des Selenter Sees, an die unser Dorf angrenzt, zugefroren. Leider ist das Eis zu uneben zum Schlittschuhlaufen, weil der Schnee daran festgefroren ist.

So wie es jetzt aussieht, wird der Winter auch noch eine Weile andauern. Zur Wochenmitte soll es zwar etwas milder werden, aber dass tatsächlich leichte Plusgrade eintreten, wage ich zu bezweifeln. Die Gartenarbeit wird also noch eine ganze Weile ruhen.

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Winterimpressionen

22. Dezember 2009

Zehn bis fünfzehn Zentimeter Schnee, einige leichte Verwehungen, das reicht schon aus, damit jeden Abend Landesprogramm eine Sondersendung gebracht wird. Die vermittelt dann so Erhellendes, dass es für das Wetter doch erheblich wenig Unfälle gegeben habe und dass man sich auf Fahrten bei diesem Wetter ganz besonders vorbereiten solle, indem man z.B. für freie Sicht sorgt, bevor man losfährt. Wieder etwas Neues gelernt.

Solange aber dieses für unsere Breiten inzwischen ungewöhnlich gewordene Winterwetter noch anhält, sollten wir es einfach genießen.Wann schließlich bietet der Inhalt der Regentonne einen solch bizarren Anblick?

Und auch im Rest des Gartens finden sich Bilder, welche ein Schmunzeln hervorrufen. Unser Elch, der eigentlich als Dachreiter für die Garage gedacht war, nun aber seinen Platz als Deko-Objekt an der Terrasse gefunden hat, sieht mit der Schneehaube noch dusseliger aus als sonst. Die Hundefiguren hingegen scheinen sich unter Ausdruck ihres äußersten Missfallens in ihr Los zu fügen. Was kann man auf diesem Planeten auch schon Gutes erwarten?

Den Wildtieren macht dieses Wetter naturgemäß noch weniger Spaß. Unter der Schneedecke nach Nahrung zu suchen gestaltet sich als sehr mühselig, sodass jetzt auch die Rehe wieder vermehrt dem Garten einen Besuch abstatten. Auch die Kaninchen, die sich diesen Sommer explosionsartig vermehrt und in der ganzen Siedlung ausgebreitet haben, haben jetzt Schwierigkeiten, genügend Nahrung zu finden, und wenn die Temperaturen länger anhalten, wird die Population wohl um einiges ausgedünnt werden.

Allerdings ist das Tauwetter schon auf dem Weg, sodass wohl rechtzeitig zu Weihnachten das gewohnte norddeutsche Schmuddelwetter zurückkehren wird. Auch das hat sein Gutes: Es wird leichter, die lieben Verwandten zu besuchen, weil die Straßen wieder eis- und schneefrei sind. In diesem Sinne: Frohe Weihnachtsfeiertage!

Übrigens, hat es schon jemand gemerkt? Die Tage werden wieder länger. ;)

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Herbstende

14. Dezember 2009

Zugegeben, es ist etwas spät für diesen Eintrag, wenn man auf den Kalender schaut; schließlich beginnt der meteorologische Winter mit dem ersten Dezember. Für nostalgische Menschen wie mich markiert aber immer noch die Wintersonnenwende den Winteranfang, und außerdem war es bis jetzt so mild, dass noch gar kein Gedanke an Winter aufkommen wollte. Draußen blühen die letzten Rosen, einige Chrysanthemen, und die ersten Frühlingszwiebeln schieben schon ihre Blätter aus dem Boden heraus. Noch lange nicht sind die letzten Blätter von den Bäumen gefallen, vor allem Drachenweide und Apfelbaum halten noch aus.

Vielleicht schaffen es sogar die Christrosen pünktlich zu Weihnachten zu blühen — die Knospen haben sie jedenfalls schon angesetzt, aber es sieht so aus, als ob die kommenden kalten Tage dem einen Strich durch die Rechnung machen. Sei es drum: Ein paar schöne, klare Frosttage wären eine herrliche Abwechslung zum fast durchweg trüben Wetter der letzten Wochen. Und — man wagt es gar nicht zu hoffen — die Wetterfrösche stellen sogar Weiße Weihnachten in Aussicht. Schön wär’s ja.

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Umdenken

27. September 2009

Gerade heute haben wir den letzten Tropfen aus unseren Zisternen herausgesaugt. Entweder es regnet in der nächsten Woche oder es werden noch weitere Pflanzen dieses Jahr nicht überleben. Meine Lieblingsclematis habe ich schon erwähnt, aber diverse Stauden (u.a. so robuste Arten wie Pfingstrosen, Goldrute und auch Funkien!) und Gehölze wie Hortensien, Rhododendren, Eberesche zeigen erhebliche Trockenschäden, sodass noch mit weiteren Ausfällen zu rechnen ist.

Ich habe mir vorgenommen, diese Pflanzen nicht noch einmal zu pflanzen, zumindest nicht an dem Standort, an dem sie eingegangen sind. Vielmehr werde ich sie durch trockenheitstolerantere Arten ersetzen. Alle Arten von Glockenblumen kommen z.B. sehr gut durch längere Tockenphasen, ebenso Purpurglöckchen (Heuchera), Schwertlilien, Lupinen, Farne, Wollziest, Staudenkornblume, Elfenspiegel, Frauenmantel. Natürlich darf man auch Hauswurz und Fetthenne nicht vergessen wie auch die meisten anderen typischen Steingartenpflanzen.

An Gehölzen haben sich bei mir die Rosen als erstaunlich robust erwiesen — die Pfahlwurzeln reichen wohl tief genug hinab, um sich aus tieferen Bodenschichten mit Wasser zu versorgen. Keine Probleme bereiteten auch Sonnenröschen, Johanniskraut (Hypericum androsaemum), Efeu, Spiersträucher, Buchs.

Auch alles, was Zwiebeln oder Knollen hat, ist nicht so sehr durch Trockenheit gefährdet: Lilien, Alpenveilchen (Wildformen, nicht die hochgezüchteten Exemplare, die regelmäßig im Winter verfaulen), Herbstzeitlose und natürlich die gesamte Palette an Frühblühern.

Bei Gemüse wird es schon schwieriger. Ohne beständiges Wässern geht hier gar nichts, will man nicht Karotten mit holzigem Kern, Bonsaizwiebeln oder aufgeplatzte Kohlrabi ernten. Selbst Artischocken benötigen, wenn sie üppig gedeihen sollen, mehr Wasser, als man vermuten würde. Für die Gemüsebeete werde ich mir also nach und nach Bewässerungsschläuche anschaffen.

Das ist, was mir jetzt als Resümee dieses auslaufenden Gartenjahres einfällt. Falls jemand von Euch da draußen noch weitere Ideen hat, wie ich meinen Garten wüstentauglich machen kann, dann würde ich mich freuen, von Euch zu hören.

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Trockenheit

25. September 2009

Seit ich dieses Blog führe, habe ich immer wieder über die langen Trockenphasen geklagt.  Dass ich diesbezüglich so wehleidig reagiere, mag zum einen daran liegen, dass mein Lieblingswetter nun nicht gerade aus wochenlangem Sonnenschein besteht, sondern dass ich gerade in Frühling und Sommer jeden warmen Regenschauer genieße. Zum anderen zieht es mich wirklich runter, wenn die Pflanzen in der Trockenheit so leiden und man mit normalem Gerät nicht in den Boden kommt, weil dieser völlig hart gebacken ist.

Genau das ist jetzt wieder der Fall, und ich kann mich nicht daran erinnern, dass gegen Ende September schon einmal so wenig Feuchtigkeit im Boden war. Obwohl ich regelmäßig ausdauernd wässere, gelingt es mir gerade eben, die Pflanzen am Leben zu erhalten. Viele Bäume und Sträucher sind trotz der milden Tage und Nächte schon auf Herbstfärbung umgestiegen: Trockenstress. Die meisten Dahlien, die jetzt eigentlich ihren schönsten Auftritt hätten, mickern vor sich hin, und viele meiner Sonnenblumen, die ich nicht regelmäßig über den Sommer gegossen habe, sind im Bonsai-Format geblieben. Viel Spaß macht es so wirklich nicht….