Archive for April 2007

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Marienkäferlarven auf rotem Orthocerenkalk

29. April 2007

Da wegen des kalten Nordostwindes die Gartenarbeit keinen Spaß macht, hatte ich mich heute in eine geschützte Ecke zurückgezogen, um meine gesammelten Steine aufzuklopfen, unter anderem dieses Stück Orthocerenkalk, aus dem ich noch eine Trilobitenschale herauspräparieren wollte. Dabei habe ich aber die frisch geschlüpften Marienkäferlarven entdeckt, sodass der Stein unter den Rosen auf seine weitere Bearbeitung warten muss, bis sich die Kleinen (ca. 1mm groß) auf den Pflanzen verteilt haben. Es gibt schließlich noch jede Menge Blattläuse zu vertilgen. Und wenn diese trockene Witterung anhält, wird dies nicht besser werden.

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Marienkäfersammlung

26. April 2007

Den Marienkäfern muss ich Abbitte leisten. Sie haben sich zwar noch nicht über die Blattläuse an den Rosen hergemacht (merkwürdigerweise sind nur die Rosen im Vorgarten befallen), aber dafür sind sie an den Fichten aktiv. Der Baum, den ich bisher für eine Zeder gehalten habe, ist wohl doch eher eine sehr krumm gewachsene Blaufichte.
Hier kommt also meine Marienkäfersammlung — alle heute im Garten fotografiert. Allerdings habe ich die weit verbreiteten Siebenpunktler, die sich an einigen Stellen regelrecht drängeln, ausgelassen:

10punkt gelb14punkt weiß20punkt hell20punkt

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Fichtenläuse

24. April 2007

Vor Schreck habe ich festgestellt, dass meine eine Zeder, die ich mühsam aus einem Sämling gezogen habe, über und über mit Läusen bedeckt ist, sodass einige Zweige sogar schon vergilben. Die Läuse sind kaum zu sehen, da sie fast die gleiche Farbe wie die Nadeln haben und nur millimetergroß sind. Einige Marienkäfer habe ich zwar auch schon gesichtet, aber die kommen gegen die Übermacht bestimmt nicht gegenan. Morgen werde ich erst einmal eine Seifen-Spiritus-Mischung darüber sprühen, um den Befall zumindest ein bisschen einzudämmen. Hoffentlich lässt sich der Baum noch retten. So einen schlimmen Befall habe ich noch nie im Garten gehabt — offenbar eine Folge der langen Trockenheit, die anfängt die Pflanzen zu schwächen.

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Blattläuse

23. April 2007

Das trockene, warme Wetter bekommt den Blattläusen anscheinend gut, denn fast alle Triebspitzen der Rosen sind befallen. Die Marienkäfer, von denen es im Garten zur Zeit nur so wimmelt, machen aber keine Anstalten, sie zu vertilgen. Sie haben offenbar Wichtigeres zu tun, sodass man wohl die Larvengeneration abwarten muss, die gerade produziert wird.

Aus diesem Grund — und weil der Wermut sowieso an allen möglichen und unmöglichen Ecken wächst — probiere ich ein weiteres Hausmittel aus: Wermuttee. In der Zeitschrift, in der ich den Tipp gefunden habe, stand aber nicht, ob der Tee aus den Blättern oder der Wurzel hergestellt wird. Also habe ich zunächst die Blätter ausprobiert (Stärke: wie ein normaler Kräutertee). Wenn das nichts hilft, sind nächste Woche die Wurzeln an der Reihe. Und wenn das nichts hilft, hoffe ich, dass schon die ersten Marienkäferlarven geschlüpft sind. Im schlimmsten Fall, werden die am ärgsten befallenen Triebe einfach herausgeschnitten und vernichtet.

Mit der allseits bekannten Seifen-Spiritus-Lösung habe ich im Garten nicht so gute Erfahrungen gemacht, da gerade bei Sonnenschein leicht Blattverfärbungen entstehen wie bei Verbrennungen, sodass man die befallenen Triebe lieber gleich herausschneiden kann.

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Kompost

23. April 2007

Obwohl wir keine tierischen Abfälle auf den Kompost werfen, haben wir regelmäßig Untermieter: Mäuse, manchmal auch Ratten, die immer wieder von der Au in den Garten einwandern. Bisher ist mir jedes Mal beim Umsetzen eines dieser Viecher entgegengekommen bzw. versehentlich habe ich auch schon mal eines mit der Mistgabel erwischt. Letzteres ist besonders unangenehm, wenn man die hilflosen Nachkommen verzweifelt piepen hört.

Aus diesem Grund haben wir jetzt ein Mäusegitter untergelegt, und prompt kam beim Entleeren der beiden Komposter wieder die komplette Mäusefamilie — fünf halbwüchsige Junge und ein Elterntier — herausgelaufen, nur um im Freien sofort in Schockstarre zu verfallen, sodass man sie mit der Hand hätte auflesen können, wenn man gewollt hätte. Im Kompost selbst hatten sie sich flauschige Nester aus der Hundewolle gebaut, die zur Zeit überall im Garten herumfliegt, weil unser Hund im Fellwechsel ist.

Hoffentlich habe ich jetzt keine Stelle übersehen, durch die die Mäuse erneut schlüpfen können, denn in Zukunft kann ich gut auf solche Erlebnisse verzichten.

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Eisbeine

21. April 2007

Nachdem es am letzten Wochenende fast schon zu warm war, ist es jetzt wieder schlagartig abgekühlt, was dazu führte, dass ich hastig wieder alle Kübelpflanzen, die ich schon leichtsinnigerweise auf der Terrasse positioniert hatte, wieder eingeräumt habe. Eigentlich hätte ich es wissen müssen: Bis nach den Eisheiligen hat es einfach noch keinen Zweck.

Zur Zeit macht auch die Gartenarbeit keinen Spaß. Zum einen ist der Boden wegen der anhaltenden Trockenheit so hart, dass er sich praktisch nicht bearbeiten lässt. Den Kompost, den ich mir vor gut einer Woche habe liefern lassen, habe ich zwar schon fleißig auf alle Beete, vor allem die Stauden und die Rosen, verteilt, aber es ist einfach zu mühsam ihn einzuharken. Zum anderen ist der Wind wieder so eisig und pfeift um alle Ecken, dass man sich einfach nicht im Garten aufhalten mag, es sei denn, man hat eine schweißtreibende Arbeit zu verrichten — was aber wiederum nicht möglich ist, weil man nicht in den Boden kommt ….

Also habe ich erst einmal heute Abend im Vorgarten und hinten beim Gemüsebeet den Rasensprenger aufgestellt, um die Erde durchdringend zu wässern. Solange noch Wasser in der Zisterne ist, kann man es ja nutzen, damit die Sommerblumen- und die Gemüsesaat aufläuft.

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Die Schwalben halten Einzug

17. April 2007

Vor drei Tagen habe ich die ersten Schwalben gesehen — nur drei Tiere, aber es werden jeden Tag mehr. Im Moment fliegen sie noch scheinbar ziellos umher, aber in kurzer Zeit werden sie wieder die alten Nester in der Nachbarschaft beziehen. Zumindest die, die nicht von den Spatzen übernommen wurden. Im letzten Jahr haben die Spatzen ein frisch gebautes Nest an unserem Ostgiebel gekapert. Allerdings ist es ihnen schlecht bekommen, denn sie waren zu schwer für das noch nicht ganz ausgehärtete Gebilde, sodass sie komplett abstürzten, zum Glück bevor die Jungen geschlüpft waren.

Im ersten Jahr haben wir die Schwalben bauen lassen, wo sie wollten, dann aber gemerkt, dass dies keine gute Idee war. Die Mehlschwalben hatten etwa fünf Nester traubenförmig übereinander an unserem Westgiebel errichtet, genau über der Terrasse. Über die Brutsaison kommt da eine Menge Dreck zusammen, der auf die Holzplanken fällt und sich so einätzt, dass er kaum zu entfernen ist. Aus diesem Grund vergrämen wir sie, indem wir vom Spitzbodenfenster Flatterband mit alten CDs aushängen. (Das hält auch die Amseln und Stare aus dem Kirschbaum und dem Erdbeerbeet fern.)

Im letzten Jahr sind die Schwalben auf den Westgiebel der Garage ausgewichen, und wir hoffen, dass sie dieses Nest bald erneut beziehen werden. Dort können wir sie auch gut bei der Aufzucht der Jungen beobachten.