Archive for Juli 2009

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Regenwasser

5. Juli 2009

Wie schon mehrfach angekündigt, haben wir uns eine zweite Zisterne gegönnt. So wie es aussieht, müssen wir auch in Zukunft mit ausgedehnten Trockenperioden rechnen — nur zum Vergleich: Während im Rest der Republik in den letzten Tagen die Welt in extremen Regengüssen unterging, haben wir hier nicht einmal einen Millimeter Niederschlag gehabt. Ähnlich war es im Frühjahr: Von der Saat, die ich im April/Mai ausgebracht habe, ist kaum etwas aufgelaufen, weil es einfach zu wenig geregnet hatte. Da unser 4000-Liter-Tank im Vorgarten für eine andauernde Bewässerung nicht ausreicht, haben wir schon lange mit der Idee einer zweiten Zisterne geliebäugelt, sie wegen der Kosten aber immer wieder verworfen. Den Ausschlag gab nun, dass die Gemeinde seit diesem Jahr eine nicht zu knappe Regenwassergebühr erhebt. Die Aussicht, diese Abgabe durch einen Auffangbehälter mit anschließender Versickerung zu halbieren, war attraktiv genug, um das Projekt durchzuziehen, auch wenn es mindestens die nächsten zwanzig Jahre dauert, bis sich die Ausgaben amortisiert haben.

Nachdem also beim dritten Anlauf der Tank endlich abgeladen werden konnte, musste zunächst eine Abzweigung von den vorhandenen Regenwasserleitungen nach hinten gelegt werden. Der kürzeste Weg wäre gewesen, direkt an das Fallrohr an der linken Garagenseite anzuschließen, weil dort der zentrale Punkt ist, an dem das Wasser vom Garagendach, der Auffahrt und dem gepflasterten Weg zusammenlaufen. Hierzu hätten wir aber nicht nur die Pflasterung vor der Haustür, sondern auch die Treppe zur Garage aufreißen müssen. Da aber von dort aus noch eine Leitung nach vorn zur Zisterne bestand, konnten wir hier das Wasser abzweigen, um das Rohr dann quer über die Auffahrt bis hinter die Garage zu legen, wo der Tank hin sollte.

Auffahrt

Leitung Garage

Während Bernd mit einem Freund die Gräben für die Zuleitungen noch per Hand aushob (eigentlich sollte dies mit einem Kleinbagger gemacht werden, aber da die Anlieferung des Tanks so lange gedauert hatte, war zu diesem Zeitpunkt kein Termin mehr frei), wurde hinten großes Gerät eingesetzt. Ich hatte gerade noch Zeit zu fotografieren, wie der Bagger den Hang hinter der Garage abtrug, bevor ich fort musste. Als ich nach zwei Stunden wieder zurückkam, war der Tank im Erdreich verschwunden und nur der schwarze Schacht noch zu sehen. Schon gut, dass man so etwas nicht mehr per Hand machen muss.

BaggerTank fertig

Zum Schluss kam noch die Versickerungsanlage: Hierzu hatten wir uns Versickerungstunnel bestellt, die in einem zwölf Meter langen Graben auf ein Kiesbett gestellt, mit einem speziellen Vlies abgedeckt und dann mit Kies zugeschüttet wurden. Während wir den Graben wieder vom Tiefbauunternehmer ausheben ließen, wurde der Rest mit Muskelkraft erledigt (Auf ein Fitnessstudio kann man nach so einer Aktion getrost verzichten.).

Rigolen

Jetzt ist alles wieder zugeschüttet (allerdings habe ich es zuvor noch beim Bewässern des Gemüsebeetes geschafft, rücklings in den Graben zu fallen), und zunächst habe ich auf dem entstandenen Streifen Gründünger ausgesät. Das Ganze wird bestimmt noch ein wenig absacken, sodass wir noch Erde nachfüllen müssen, bevor wieder Gras gesät werden kann. Geregnet hat es sogar auch schon vor zehn Tagen, sodass der Tank etwa zur Hälfte gefüllt ist. Es muss „nur noch“ ein Anschluss zur Pumpe gelegt werden, damit wir an das Wasser auch herankommen.

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