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Gute Vorsätze

26. Oktober 2011

Sporadisch trifft es nicht ganz, wenn es zu beschreiben gilt, wie oft ich in diesem Jahr Artikel eingestellt habe. Bis zum Sommer hatte mich die berufliche Tretmühle fest im Griff — ich hatte nicht einmal Lust, Photos zu machen, geschweige denn zu schreiben.

Den verregneten Sommer haben wir glücklicherweise größtenteils verpasst, da wir unseren — eigentlich meinen — Traum vom Australienurlaub endlich wahr gemacht haben. Und, ja, es gibt tatsächlich Kanguruhs dort, wie z.B. dieses Rock Wallaby in Granite Gorge in Nord Queensland.

Meistens sieht man sie allerdings tot am Straßenrand….

Nach unserer Rückkehr anfang August stellten wir fest, dass aufgrund des Dauerregens alles wunderbar gewachsen war — derzeit bin ich immer noch mit dem Auslichten beschäftigt. Nach und nach werde ich auch die Veränderungen einstellen, denn schließlich habe ich jetzt Zeit: Ein (nicht mehr ganzes) Sabbatjahr liegt vor mir.

 

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Zu früh gefreut

19. Februar 2011

Jetzt ist doch wieder alles unter einer — wenn auch dünnen — Schneedecke verschwunden. Schade eigentlich.

Dummerweise hatten wir während der vorhergehenden milden Regenphase auch unsere Regentonne schon wieder angeschlossen; allerdings hat sie dem Dauerfrost nicht standgehalten, sodass die Risse, die mein mir Anvertrauter im letzten Frühjahr geklebt hatte, wieder aufgegangen sind. Vielleicht lässt sie sich noch einmal retten …. Ansonsten muss die Wirtschaft schließlich auch angekurbelt werden.

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Ein Hauch von Vorfrühling

7. Februar 2011

Nachdem das Orkantief am Wochende mein erst im letzten Sommer errichtetes Frühbeet zerlegt hat und die Welt fast zwei Tage hinter Regenschleiern verschwand, war es heute wesentlich freundlicher. Die milden Temperaturen locken sogar schon die ersten Winterlinge aus dem Boden, die Triebspitzen von Krokussen und Schneeglöckchen lugen hervor und auch die Christrosen stehen kurz vor der Blüte.

Zum Glück sind die einzelnen Platten des Frühbeetes ganz geblieben; einige Streben sind etwas verbogen, sodass der Wiederaufbau wohl möglich, wenn auch aufwendig sein wird. Allerdings muss es wohl noch fester im Rahmen, der aus Betonplatten besteht, verankert werden.

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Jahresrückblick

19. Dezember 2010

Der Winter hat uns seit einigen Wochen fest im Griff — für meine Rosen kam die Kälte definitiv zu früh, sodass ich noch schlimmere Frostschäden befürchte als in diesem Frühjahr. Das Gartenjahr ist nun aber definitiv zuende, sodass es Zeit für einen Gesamtrückblick ist.

Da ich in diesem Jahr kaum Artikel geschrieben habe, besteht jetzt die Gefahr, dass dies ein extrem langer Beitrag wird. Daher nur ein paar Stichworte:

  • Das Wetter: Ein langer, schneereicher Winter wird abgelöst von mildem Frühjahr mit Übergang zu extrem heißen Juli. Ab August dann wieder kühl, schöner Altweibersommer im Oktober; regnerisch-kalter November; winterlicher Dezember mit Schneetreiben.
  • Der Garten: insgesamt eher ein schwieriges Jahr; Rosen kommen nicht in Gang (Frostschäden, Rehe, Kaninchen); Apfelblüte verfroren; ab Juni Trockenheit, daher kaum Erdbeeren; Gemüse (Bohnen, Rosenkohl, Kohlrabi) wird fast völlig von Kaninchen zerstört; Tomaten tragen wegen der Hitze erst spät, sodass größter Teil von frühem Frost vernichtet wird; Kaninchen zerlegen nach Frosteinbruch den im Frühjahr neu gepflanzten japanischen Blütenhartriegel
  • Immerhin: Artischocken haben den strengen Winter überlebt; Kartoffeln, Karotten, Erbsen, Salat, Zucchini und Feldsalat sowie etwas Kohlrabi und Lauch bringen einige Erträge; toll auch die Minzen in der Kräuterspirale (nie so guten Minztee getrunken); gute Ernte an Beerenobst (Johannisbeeren, Brombeeren, Sanddorn)
  • Anlagen: Bereich hinter der Garage gepflastert und Hang mit einem Hochbeet (Feldsteine) abgefangen; Treppe gebaut; daneben Gemüsebeet mit Frühbeet angelegt; Schuppen aufgestellt (noch nicht ganz fertig, da Ehemann lieber allein arbeiten wollte)
  • Noch zu erledigen: restlichen Aushub vom Bau der Regenwasserzisterne im Garten verteilen; neuen Platz für Leitern, Bretter, Zaundraht finden, der sonst hinter der Garage lagerte und nun mitten im Garten zwischengelagert wird; Dach des Schuppens zuende decken.

Aber insgesamt bin ich zuversichtlich, dass die Schmuddelecken sich im nächsten Jahr auf ein Minimum reduzieren werden.

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Wie fängt man einen Papagei?

18. Juni 2010

Genauer gesagt war es gar kein Papagei, der vorgestern zwischen unserem und dem Nachbargrundstück hin- und herwatschelte und sich an den Pusteblumen gütlich tat, sondern ein Rosellasittich.

Es begann damit, dass wir bei schönstem Wetter im Garten zu Abend aßen, als wir ein merkwürdiges Pfeifen hörten, so ähnlich, als ob jemand versuchen wollte, mit einer Luftpumpe Musik zu machen. Während wir noch rätselten, ob dieses Geräusch von einem Tier stammte oder von einem WM-Fanartikel erzeugt wurde, flog auch schon ein blau-roter Vogel über unsere Köpfe hinweg, was den Hund zu einer aufgeregten Verfolgungsjagd anstachelte. Also erst einmal den Hund einfangen und ins Haus bringen, um dann draußen zu schauen, ob der bunte Vogel noch in der Nähe wäre.

Dieser hatte sich in der Zwischenzeit auf dem Nachbargrundstück niedergelassen und unsere Nachbarn in spe, die sich derzeit in der Endphase ihres Hausbaus befinden, von ihrer Arbeit nach draußen gelockt. Während wir alle erstaunt um ihn herumstanden und mutmaßten, woher er kommen könnte,  fraß der Vogel seelenruhig seine Löwenzahnsamen weiter — besonders scheu war er also nicht.

Also rief ich auf Verdacht bei einem Bekannten im Dorf an, von dem ich wusste, dass er Papageienvögel hält, und fragte ihn, ob er einen vermisse. Dies war zwar nicht der Fall, aber er erbot sich, mit einem Käfig vorbeizukommen und zu versuchen, das Tier einzufangen. Als Fachmann konnte er das Tier auch gleich bestimmen und wusste, dass es mit einfachen Sonnenblumenkernen nicht zu locken war. Kolbenhirse als besonderer Leckerbissen musste her. In einer wohlorganisierten Nachbarschaft ließ sich auch diese besorgen. Während unser Papageienfachmann inzwischen bei einem Jungen aus dem Dorf nachfragte, der selbst Rosellasittiche hält, ob ihm einer fehle, ließ sich der Flüchtige tatsächlich von der Kolbenhirse in den Käfig locken. Um ihn abzulenken, pfiff ich ein möglichst fröhliches Liedchen, damit sich unsere Kleine von der anderen Seite heranschleichen und die Tür schließen konnte.

Alles klappte hervorragend, sodass nur noch die Frage blieb, wohin mit dem Tier. Bei uns konnte er nicht bleiben (auch wenn sich die Kinder sicher gefreut hätten), weil so ein lauter Vogel im Haus den Hund zum Durchdrehen bringen würde. Und wenn sich der Eigentümer nicht finden würde, müsste man mindestens einen Partner und eine Voliere dazukaufen, um die Vögel einigermaßen artgerecht zu halten. Also wurde das Tier erst einmal zu dem Jungen gebracht, von dem wir wussten, dass er Rosellasittiche hält, wo er derzeit am besten aufgehoben ist.

Ob sich der Vorbesitzer jemals findet, ist fraglich. Denn so wie der Sittich daran gewohnt war, sich von Wildsamen zu ernähren, ist davon auszugehen, dass er schon länger auf Wanderschaft war. Außerdem ist das Tier nicht beringt, sodass man die Herkunft auch darüber nicht zurückverfolgen kann.

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Rehbock

1. Juni 2010

Das mittelhochdeutsche Wort für Garten ist „hag“,  was sich heute noch im Wort „Gehege“ wiederfindet, also das eingefriedete Grundstück bedeutet. Nun dienen im Garten, anders bei einem Gehege, die Zäune weniger dazu, jemanden drinnen zu halten, als eher dazu, andere — Tiere oder Menschen — davon abzuhalten, das Grundstück zu betreten. Das Innenliegende soll geschützt werden vor der zerstörerischen Außenwelt.

Warum jetzt dieses sprachlich-philosophische Sinnieren? In den letzten Wochen schon habe ich bemerkt, dass meine Rosen im Garten hinter dem Haus nicht so richtig in Gang kommen. Bei genauerem Hinsehen wurde auch deutlich, warum: Fast alle Neutriebe sind bis zur Hälfte heruntergefressen, ein untrügliches Zeichen für Rehbesuch, da Rosen bei diesen großäugigen Feinschmeckern ganz oben auf der Speisekarte stehen. Und trotz aller Bemühungen ist es mir nicht gelungen, sie davon zu überzeugen, dass mein Garten nicht mehr zu ihrem Territorium gehört.

Dass sich die Tiere mit einer gewissen Dreistigkeit durch die Siedlung bewegen, war mir schon klar; auch dass sie nachts über die Terrasse marschieren, um auch hier an den frischen Rosentrieben zu naschen. Aber dass sie nun auch noch im Garten übernachten und friedlich das zuvor Vertilgte wiederkäuen, um mich dann frühmorgens unschuldig anzuschauen,  das hat mich schon überrascht. Nun rächt es sich, dass wir uns so lange nicht um den Weidezaun gekümmert haben, denn leichte Stromschläge sind das einzige, was sie abhält, will man nicht tatsächlich einen mannshohen Zaun um das gesamte Grundstück ziehen. Über unseren etwa ein Meter hohen Zaun springt so ein Tier aus dem Stand ….

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Unbekannte Pflanze

16. Mai 2010

Ich gebe es zu. Wenn ich in anderen Gärten oder Anlagen unterwegs bin, und ich sehe interessante Pflanzen, die zudem noch ausgereifte Samenstände haben, dann juckt es mich in den Fingern. Meist frage ich, aber es ist auch nicht immer jemand in der Nähe, sodass ich auch schon die ein oder andere Samenkapsel habe mitgehen lassen.

Aus so einer Aktion  stammt dieser Sämling, und da ich vorher niemanden gefragt habe, weiß ich natürlich nicht, worum es sich dabei handelt. Ich tippe auf eine Art von Wolfsmilchgewächs, weil sofort weißer Saft austritt, wenn man eine Blattspitze abreißt.  Die Keimlinge sahen auch sehr interessant aus: Anstatt die Keimblätter sofort nach oben zu schieben, verblieben sie zunächst in der Erde, sodass erst ein spargeliger Bogen zu sehen war.

Kennt jemand diese Pflanze und kann mir weiterhelfen?