Archive for März 2007

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Rasenkanten

30. März 2007

Der Rasen hat die unangenehme Eigenschaft, immer wieder in die Beete hineinzuwachsen, sodass die Kanten mindestens zwei Mal im Jahr abgestochen werden müssen. Das ist eine von den eher lästigen Arbeiten — genau wie das Rasenmähen, das ich aber erfolgreich an Mann und Sohn delegiert habe. (Frau muss ja nicht in allen Punkten auf Gleichberechtigung bestehen….) Allein dadurch, dass wir einige Graswege im Vorgarten angelegt haben, kommt schon eine ordentliche Strecke zusammen. Hinten vor dem Gebüschstreifen sind es dann noch einmal vierzig Meter, da sich das Grundstück zum Feld hin wie ein Fächer weitet. Und da ich mindestens ein neues Beet im Jahr anlege, wächst von Jahr zu Jahr auch die Rasenkante.

Aus diesem Grund ist auch der Rasenkantenstecher zu meinem Lieblingsarbeitsgerät geworden. Zu Beginn habe ich die Arbeit noch mit dem Spaten erledigt, aber das war recht mühselig, vor allem da der Spaten leicht gebogen ist und so die Linie immer etwas ausgefranst wirkte. Der Kantenstecher hingegen erleichtert die Arbeit wirklich. Die Schneide ist halbmondförmig, ca. zehn Zentimeter tief und messerscharf. Der obere Griff, welcher sich etwa auf Hüfthöhe befindet, ist mindestens doppelt so breit wie bei einem Spaten, sodass man sich bequem aufstützen kann. Aufgrund dieser Bauweise geht das Abstechen fast mühelos, zumindest erfordert es einen erheblich geringeren Kraftaufwand als mit dem Spaten. Außerdem wird durch den breiten Griff der Rücken geschont, weil man mit beiden Händen gleichmäßig das Gerät herunterdrücken und die Grassode herausheben kann.

Ein weiterer Vorteil: Stauden lassen sich problemlos teilen. Gerade jetzt im Frühjahr lege ich deshalb den Rasenkantenstecher kaum aus der Hand.

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Windschutzmauer

28. März 2007

Die Mauer ist jetzt fertig, allerdings nur der erste Teil. Denn der eigentliche Windschutz wird aus Holz konstruiert, in dass dann noch ein altes Eisenfenster eingepasst werden soll. Am Wochenende wollen wir noch einmal die Antiquariate und Flohmärkte in der Gegend abklappern, ob wir nicht noch ein zweites von der Sorte finden können. Da die Wand etwa vier Meter in den Garten hineinragt, würde sie mit zwei Fenstern wesentlich besser aussehen.

Außerdem brauchen wir noch Ideen, wie wir den neu entstandenen Platz zwischen Terrasse (Holzdeck) und Mauer gestalten. Pflastersteine wären sehr schön, sind aber nicht wasserdurchlässig. Mal schauen, was die Baumärkte so im Angebot haben …. Wenn der Platz dann endgültig fertig ist und noch ein Strandkorb hinzukommt, dann wird dies eine richtig gemütliche Ecke.

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Wege anlegen

27. März 2007

An die Anlage des Gartens sind wir ziemlich planlos herangegangen. Wo es passte, sind Beete entstanden, und auch die Wege dazwischen sind eher zufälliger Natur. Wir haben sie einfach dort gelassen, wo sowieso alle langgingen. Dadurch haben sie aber vor allem im Vorgarten eine schöne geschwungene Form erhalten. Auf den breiten haben wir einfach Gras wachsen lassen (mehr Rasen gibt es im Vorgarten auch nicht, abgesehen von der Auffahrt), die schmaleren habe ich vorletztes Jahr mit einer dicken Schicht Rindenmulch abgestreut. Da sich diese Schicht langsam auflöst und sich immer mehr in die angrenzenden Beete verflüchtigt, wollte ich etwas Beständigeres haben.

Hier kommt mir wieder meine Sammelleidenschaft zugute. Vom Strand hatte ich schon mehrfach flachgeschliffene Steine mitgebracht, um sie als Trittplatten in die Beete zu legen. Ein Großteil war aber zu klein dafür, und so habe ich angefangen, diese Mini-Natursteinplatten in den Wegen zu verlegen. Durch die unterschiedlichen Farben wirkt dies jetzt sehr lebendig und hebt sich gut von dem dunklen Rindenmulch ab. Zwischen die Fugen werden dann noch niedrige Bodendecker gepflanzt, damit sich dort kein Unkraut ausbreitet.

Ein Fachmann hätte sicher noch den Untergrund bearbeitet, damit alle Steine fest liegen, aber da die Wege sowieso nur für Pflegemaßnahmen benötigt werden, reicht das völlig aus. Der ein oder andere Stein, der noch wackelt, tritt sich mit der Zeit schon fest.

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Zwiebelbrühe

26. März 2007

Ein weiteres Stärkungsmittel gegen Pilzkrankheiten, im Gegensatz zu gekauften Präparaten, z.B. Netzschwefel oder auf Braunalgenbasis, sehr preiswert: Zwiebeln oder Knoblauch mit Schale grob in Würfel schneiden und einen Topf zur Hälfte damit befüllen. Etwa die doppelte Menge Wasser darüber geben und eine Stunde kochen. Es kann auch nicht schaden, wenn man die Masse vor dem Kochen einige Stunden ziehen lässt. Anschließend abkühlen lassen, abseihen, im Verhältnis 1:5 mit Wasser verdünnen und über die gefährdeten Pflanzen sprühen bzw. gießen.

Dieses Rezept ist so praktisch, weil ich im Frühjahr immer überlagerte, halb vertrocknete Zwiebeln und Knoblauch liegen habe. Beides lässt sich so sinnvoll aufbrauchen. Meistens wiederhole ich die Prozedur im Zwei-Wochen-Rhythmus. Sobald der Schachtelhalm groß genug ist, mache ich dann mit Schachtelhalm-Brühe weiter. Beide Brühen sollte man übrigens zügig verbrauchen, da sie sich nicht besonders lange halten.

Zwiebelpflanzen enthalten von Natur aus Schwefel, welcher einen Pilzbefall hemmt. Der Tipp, Knoblauch zwischen Erdbeeren zu pflanzen, um Grauschimmelbefall vorzubeugen, dürfte auch allgemein bekannt sein. Aus diesem Grund ernte ich immer mehr Knoblauch, als wir über den Winter verbrauchen, sodass genügend für die Pilzbrühe übrig bleibt ….

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Leberblümchen

24. März 2007

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Schachtelhalm

24. März 2007

Heute war nun endlich das Gemüsebeet an der Reihe. Vor etwa einer Woche hatte ich schon die Rasenkanten abgestochen, wodurch es wie bisher jedes Jahr um etwa dreißig Zentimeter breiter geworden ist (irgendwann gibt es dann gar keine Rasenfläche mehr im Garten). Was ich nicht bedacht hatte, war, dass der neu zugewonnene Grund erst einmal wieder von Wurzelunkräutern gesäubert werden musste. Unter unserem gesamten Garten liegt ein Netzwerk von Schachtelhalmwurzeln zwischendurch unterbrochen von Löwenzahn, der der Größe der Wurzeln nach zu urteilen einige Jahrzehnte alt ist. Während sich der Löwenzahn einigermaßen gut zurückdrängen lässt — spätestens nach dem fünften Mal Abstechen gibt auch der stärkste Löwenzahn auf –, gestaltet sich das bei Schachtelhalm wegen der tiefliegenden und weit verzweigten Wurzeln wesentlich schwieriger. Trotz mehrfachen Umgrabens bzw. dem Hinterhergraben der Wurzeln (bei einem Meter habe ich dann aufgegeben), wächst er nicht nur im Gemüsebeet immer wieder nach. In den letzten Jahren haben wir schiebkarrenweise Schachtelhalmwurzeln aus dem schweren Lehmboden gezogen, aber es bleibt uns nichts anderes übrig, als uns mit diesem urtümlichen Gewächs zu arrangieren, da es von der Rasenfläche her und aus den tieferen Bodenschichten immer wieder nachwächst. Durch Kalken des Bodens und konsequentes Abstechen drängt man es zwar zurück, sobald man aber nachlässt, übernimmt es wieder die Herrschaft über die Fläche. Inzwischen kann ich gut verstehen, wie der Ackerschachtelhalm sich über Jahrmillionen so erfolgreich auf der Erde behaupten konnte.

Ein kleiner Trost bleibt noch: Aus dem Kraut lässt sich ein hervorragendes Stärkungsmittel gegen Pilzkrankheiten (v.a. Mehltau) brauen, da es viel Kieselsäure enthält. Eine größere Menge Schachtelhalmkraut 24 Stunden in Wasser in einem großen Topf einweichen, anschließend mit dem Wasser eine Stunde kochen; die Brühe dann abseihen, im Verhältnis 1:5 verdünnen und die zu schützenden Pflanzen damit begießen. Die abgekochten Stengel gebe ich entweder auf den Kompost oder mulche damit die Rosen.

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Regen satt

22. März 2007

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