Archive for the ‘Wetter’ Category

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Novembernebel

2. November 2011

Das graue, dunstige Wetter hängt jetzt schon seit mehreren Tagen fest. Dabei ist es ungewöhnlich mild; es gibt sogar noch Maronen im Wald und die Bäume zeigen eine wunderschöne Herbstfärbung. Bis jetzt habe ich erst die Gladiolen ausgebuddelt. Die Dahlien haben die leichten Nachtfröste vor zwei Wochen gut überstanden und auch meine Kübel mit den Fuchsien musste ich noch nicht einräumen, sodass noch einige Farbflecken im Garten vorhanden sind.

Mal sehen, vielleicht ist es morgen ein bisschen heller, sodass ich diese tollen Farben noch einmal mit der Kamera einfangen kann.

Ansonsten bin ich damit beschäftigt, mir ein Facebook-Konto so anzulegen, dass ich möglichst wenige Daten preisgebe. Allerdings ist der Service so angelegt, dass das wohl Wunschdenken bleibt. Ich habe schon mehrere Stunden damit verbracht, mich durch alle möglichen Einstellungen zu klicken und bin mir immer noch nicht sicher, ob ich verstanden habe, welche Auswahl welche Folgen hat.

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Zu früh gefreut

19. Februar 2011

Jetzt ist doch wieder alles unter einer — wenn auch dünnen — Schneedecke verschwunden. Schade eigentlich.

Dummerweise hatten wir während der vorhergehenden milden Regenphase auch unsere Regentonne schon wieder angeschlossen; allerdings hat sie dem Dauerfrost nicht standgehalten, sodass die Risse, die mein mir Anvertrauter im letzten Frühjahr geklebt hatte, wieder aufgegangen sind. Vielleicht lässt sie sich noch einmal retten …. Ansonsten muss die Wirtschaft schließlich auch angekurbelt werden.

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Ein Hauch von Vorfrühling

7. Februar 2011

Nachdem das Orkantief am Wochende mein erst im letzten Sommer errichtetes Frühbeet zerlegt hat und die Welt fast zwei Tage hinter Regenschleiern verschwand, war es heute wesentlich freundlicher. Die milden Temperaturen locken sogar schon die ersten Winterlinge aus dem Boden, die Triebspitzen von Krokussen und Schneeglöckchen lugen hervor und auch die Christrosen stehen kurz vor der Blüte.

Zum Glück sind die einzelnen Platten des Frühbeetes ganz geblieben; einige Streben sind etwas verbogen, sodass der Wiederaufbau wohl möglich, wenn auch aufwendig sein wird. Allerdings muss es wohl noch fester im Rahmen, der aus Betonplatten besteht, verankert werden.

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Jahresrückblick

19. Dezember 2010

Der Winter hat uns seit einigen Wochen fest im Griff — für meine Rosen kam die Kälte definitiv zu früh, sodass ich noch schlimmere Frostschäden befürchte als in diesem Frühjahr. Das Gartenjahr ist nun aber definitiv zuende, sodass es Zeit für einen Gesamtrückblick ist.

Da ich in diesem Jahr kaum Artikel geschrieben habe, besteht jetzt die Gefahr, dass dies ein extrem langer Beitrag wird. Daher nur ein paar Stichworte:

  • Das Wetter: Ein langer, schneereicher Winter wird abgelöst von mildem Frühjahr mit Übergang zu extrem heißen Juli. Ab August dann wieder kühl, schöner Altweibersommer im Oktober; regnerisch-kalter November; winterlicher Dezember mit Schneetreiben.
  • Der Garten: insgesamt eher ein schwieriges Jahr; Rosen kommen nicht in Gang (Frostschäden, Rehe, Kaninchen); Apfelblüte verfroren; ab Juni Trockenheit, daher kaum Erdbeeren; Gemüse (Bohnen, Rosenkohl, Kohlrabi) wird fast völlig von Kaninchen zerstört; Tomaten tragen wegen der Hitze erst spät, sodass größter Teil von frühem Frost vernichtet wird; Kaninchen zerlegen nach Frosteinbruch den im Frühjahr neu gepflanzten japanischen Blütenhartriegel
  • Immerhin: Artischocken haben den strengen Winter überlebt; Kartoffeln, Karotten, Erbsen, Salat, Zucchini und Feldsalat sowie etwas Kohlrabi und Lauch bringen einige Erträge; toll auch die Minzen in der Kräuterspirale (nie so guten Minztee getrunken); gute Ernte an Beerenobst (Johannisbeeren, Brombeeren, Sanddorn)
  • Anlagen: Bereich hinter der Garage gepflastert und Hang mit einem Hochbeet (Feldsteine) abgefangen; Treppe gebaut; daneben Gemüsebeet mit Frühbeet angelegt; Schuppen aufgestellt (noch nicht ganz fertig, da Ehemann lieber allein arbeiten wollte)
  • Noch zu erledigen: restlichen Aushub vom Bau der Regenwasserzisterne im Garten verteilen; neuen Platz für Leitern, Bretter, Zaundraht finden, der sonst hinter der Garage lagerte und nun mitten im Garten zwischengelagert wird; Dach des Schuppens zuende decken.

Aber insgesamt bin ich zuversichtlich, dass die Schmuddelecken sich im nächsten Jahr auf ein Minimum reduzieren werden.

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Nach dem Schnee

10. März 2010

Der meiste Schnee ist tatsächlich weggetaut und ganz zaghaft trauen sich die ersten Winterlinge, Schneeglöckchen und Krokusse hervor. Aber das ist auch schon das einzig Erfreuliche.
Der Rasen ist größtenteils unter der schweren Schneeschicht vergammelt, und über allem liegt ein Grauschleier — Dreck und Staub, der sich im Schnee gesammelt hatte und sich nach dem Abtauen auf den Beeten abgelagert hat. Harken hilft zwar ein bisschen, das Ergebnis ist aber nicht vollkommen überzeugend, da die Natur noch nicht so in Gang kommen will. Nachttemperaturen von unter minus zehn Grad und Tagestemperaturen, die kaum über dem Gefrierpunkt liegen, konservieren alles, wie es ist. Der Winter ist noch lange nicht vorbei.

Zum Glück halten sich die Schäden in Grenzen. Gut, die Artischocken sind wohl hinüber. Die Kälte war hier gar nicht das Problem, die Pflanzen sind vielmehr unter der Schneedecke verfault. Außerdem ist ein Ast meines Schlitzahornbäumchens unter der Schneelast abgebrochen, sodass der Baum jetzt recht erbärmlich aussieht. Am Schlimmsten hat es jedoch meine beiden Rosmarinbüsche im Vorgarten erwischt, die völlig abgestorben scheinen; aber da der kriechende Rosmarin an der Terrasse nur leicht verfroren ist, sind diese Ausfälle zu verkraften.

Ansonsten scheint alles noch da zu sein. Auch die Vögel, die sich während der kalten Tage an geschütztere Stellen im Dorf zurückgezogen hatten, fallen jetzt wieder regelmäßig in den Garten ein und verbreiten einen Hauch von Frühling, wenn sie die Nistkästen inspizieren oder sich um Zweige und Gräser streiten, die sie für den Nestbau verwenden wollen. Es ist schon erstaunlich, wie es diese kleinen Wesen schaffen, über einen solch langen Winter zu kommen.

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Dauerwinter

25. Januar 2010

Eine so lang andauernde Kälte im Januar haben wir hier schon lange nicht mehr gehabt. Es fing an in den ersten Januartagen: Der sanft herabfallende Schnee sorgte für stimmungsvolle Stillleben.

Aber schon eine Woche später suchte Tief Daisy uns heim. Während wir zwar nicht so stark betroffen waren wie die Ostholsteiner, und vor allem die Fehmaraner, so sorgten die Schneeverwehungen doch für einige Behinderungen. Praktisch der gesamte Schnee wurde von den Feldern auf die Straßen geweht, sodass wir sowohl am Samstag, den 9. Januar als auch am darauffolgenden Sonntag uns gedulden mussten, bis der Schneedienst auch zu uns vorgedrungen war und wir aus unserer Straße herauskamen.

Auch jetzt, gut zwei Wochen später, türmen sich noch die Schneeberge vor dem Grundstück und entlang der Straße; allerdings sieht jetzt alles schmutziggrau aus, weil es seitdem kaum Neuschnee gegeben hat. Mittlerweile ist auch die Bucht des Selenter Sees, an die unser Dorf angrenzt, zugefroren. Leider ist das Eis zu uneben zum Schlittschuhlaufen, weil der Schnee daran festgefroren ist.

So wie es jetzt aussieht, wird der Winter auch noch eine Weile andauern. Zur Wochenmitte soll es zwar etwas milder werden, aber dass tatsächlich leichte Plusgrade eintreten, wage ich zu bezweifeln. Die Gartenarbeit wird also noch eine ganze Weile ruhen.

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Winterimpressionen

22. Dezember 2009

Zehn bis fünfzehn Zentimeter Schnee, einige leichte Verwehungen, das reicht schon aus, damit jeden Abend Landesprogramm eine Sondersendung gebracht wird. Die vermittelt dann so Erhellendes, dass es für das Wetter doch erheblich wenig Unfälle gegeben habe und dass man sich auf Fahrten bei diesem Wetter ganz besonders vorbereiten solle, indem man z.B. für freie Sicht sorgt, bevor man losfährt. Wieder etwas Neues gelernt.

Solange aber dieses für unsere Breiten inzwischen ungewöhnlich gewordene Winterwetter noch anhält, sollten wir es einfach genießen.Wann schließlich bietet der Inhalt der Regentonne einen solch bizarren Anblick?

Und auch im Rest des Gartens finden sich Bilder, welche ein Schmunzeln hervorrufen. Unser Elch, der eigentlich als Dachreiter für die Garage gedacht war, nun aber seinen Platz als Deko-Objekt an der Terrasse gefunden hat, sieht mit der Schneehaube noch dusseliger aus als sonst. Die Hundefiguren hingegen scheinen sich unter Ausdruck ihres äußersten Missfallens in ihr Los zu fügen. Was kann man auf diesem Planeten auch schon Gutes erwarten?

Den Wildtieren macht dieses Wetter naturgemäß noch weniger Spaß. Unter der Schneedecke nach Nahrung zu suchen gestaltet sich als sehr mühselig, sodass jetzt auch die Rehe wieder vermehrt dem Garten einen Besuch abstatten. Auch die Kaninchen, die sich diesen Sommer explosionsartig vermehrt und in der ganzen Siedlung ausgebreitet haben, haben jetzt Schwierigkeiten, genügend Nahrung zu finden, und wenn die Temperaturen länger anhalten, wird die Population wohl um einiges ausgedünnt werden.

Allerdings ist das Tauwetter schon auf dem Weg, sodass wohl rechtzeitig zu Weihnachten das gewohnte norddeutsche Schmuddelwetter zurückkehren wird. Auch das hat sein Gutes: Es wird leichter, die lieben Verwandten zu besuchen, weil die Straßen wieder eis- und schneefrei sind. In diesem Sinne: Frohe Weihnachtsfeiertage!

Übrigens, hat es schon jemand gemerkt? Die Tage werden wieder länger. 😉