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Nach dem Schnee

10. März 2010

Der meiste Schnee ist tatsächlich weggetaut und ganz zaghaft trauen sich die ersten Winterlinge, Schneeglöckchen und Krokusse hervor. Aber das ist auch schon das einzig Erfreuliche.
Der Rasen ist größtenteils unter der schweren Schneeschicht vergammelt, und über allem liegt ein Grauschleier — Dreck und Staub, der sich im Schnee gesammelt hatte und sich nach dem Abtauen auf den Beeten abgelagert hat. Harken hilft zwar ein bisschen, das Ergebnis ist aber nicht vollkommen überzeugend, da die Natur noch nicht so in Gang kommen will. Nachttemperaturen von unter minus zehn Grad und Tagestemperaturen, die kaum über dem Gefrierpunkt liegen, konservieren alles, wie es ist. Der Winter ist noch lange nicht vorbei.

Zum Glück halten sich die Schäden in Grenzen. Gut, die Artischocken sind wohl hinüber. Die Kälte war hier gar nicht das Problem, die Pflanzen sind vielmehr unter der Schneedecke verfault. Außerdem ist ein Ast meines Schlitzahornbäumchens unter der Schneelast abgebrochen, sodass der Baum jetzt recht erbärmlich aussieht. Am Schlimmsten hat es jedoch meine beiden Rosmarinbüsche im Vorgarten erwischt, die völlig abgestorben scheinen; aber da der kriechende Rosmarin an der Terrasse nur leicht verfroren ist, sind diese Ausfälle zu verkraften.

Ansonsten scheint alles noch da zu sein. Auch die Vögel, die sich während der kalten Tage an geschütztere Stellen im Dorf zurückgezogen hatten, fallen jetzt wieder regelmäßig in den Garten ein und verbreiten einen Hauch von Frühling, wenn sie die Nistkästen inspizieren oder sich um Zweige und Gräser streiten, die sie für den Nestbau verwenden wollen. Es ist schon erstaunlich, wie es diese kleinen Wesen schaffen, über einen solch langen Winter zu kommen.

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One comment

  1. So anfangs März sieht wohl kein Garten besonders erhebend aus. Alles muss sich erst mal vom Winter erholen. Aber wenn es dann mal zu stupsen und spriessen beginnt, der Rasen langsam vom matten Grünbraun in ein saftiges frische Grün wechselt, wenn der Frühling seinen Namen verdient, dann wird’s wieder schön im Garten. Ich liebe den Frühling, das langsame Erwachen der Natur (und von mir aus dem Winterschlaf 😉 !), die vielen Ueberraschungen (positive und negative) und kleinen Wunder, die es nun draussen zu entdecken gibt. Nur der vielen Arbeit, die alle auf einmal gemacht werden sollte, sehe ich mit etwas gemischten Gefühlen entgegen. Beneide dich, dass du bereits eine fertige Bestandesaufnahme machen konntest. Ich muss da noch abwarten bis zur endgültigen Schadenbeurteilung.
    Liebe Frühlingsgrüsse,
    Barbara



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