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Der Weihnachtshund

4. Dezember 2007

Das Gedicht „Die Weihnachtsmaus“ von James Krüss, wenn ich mich nicht irre, dürfte jedem bekannt sein. Durch alle Strophen hindurch zieht sich die empörte Frage, wer denn nun wohl diese oder jene Leckerei entwendet hat.“Wer hat die ganzen Schokomakronen gegessen?“, so die entsetzte Frage unseres Großen, der mehrere Bleche für den Weihnachtsbasar gebacken und in einer — offenen — Dose in der Küche deponiert hatte. Schlaftrunken — es war kurz vor sechs Uhr morgens, also fast noch vor dem Aufstehen — äußerte ich die Vermutung, dass mein mir Anvertrauter wieder nicht an der Dose hatte vorbeigehen können. Dieser bestritt das aber heftigst, und als ich nach unten kam, um mir die Bescherung anzuschauen, glaubte ich ihm: In der großen Dose war nur noch die unterste Lage Makronen vorhanden. Das hätte keiner von uns in dieser kurzen Zeit geschafft.
Da blieb nur noch einer übrig, dessen morgendliches Begrüßungsritual an diesem Tag außergewöhnlich mau ausgefallen war: unsere Hundedame Dina. Obwohl sonst enorm gut erzogen, konnte sie wohl nicht dem köstlichen Duft der Makronen widerstehen, der die ganze Nacht in ihre Nase zog. Dabei hatte sie nicht einmal die die Dose verrückt. Sie muss sich wohl einen Keks nach dem anderen geangelt haben und ist entweder nicht an die unterste Lage herangekommen oder war dann tatsächlich so abgefüllt, dass nichts mehr hineinging.

Hier das Rezept (in der Adventszeit muss ich etwa dreimal nachbacken, damit wir auch Weihnachten davon noch welche haben):

400g gem. Haselnüsse (Allergiker können auch Mandeln verwenden)
200g gem. Zartbitterschokolade
6 Eiweiße
300g Zucker

Zum Verzieren geviertelte Belegkirschen oder ganze Haselnüsse
Backoblaten oder Backpapier als Unterlage

Eiweiß zu Schnee schlagen, langsam den Zucker einrieseln lassen. Gemahlene Nüsse und Schokolade unterheben. Mit zwei Teelöffeln Makrönchen formen und garnieren. Bei 180°C 15-20Min. backen.

Um die Eigelbe aufzubrauchen, gibt es schöne Mürbeteigrezepte. Wenn ich Zeit habe, folgt demnächst mein Lieblingsrezept, das ich vor Jahren von einer ehemaligen Studienkollegin erhalten habe: Marzipanblätter.

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