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Mähen

21. Juli 2007

Hier geht es nicht um eigene Ernte, sondern um das Rapsfeld hinterm Haus, das gestern abgemäht wurde. Einen Vorgeschmack auf das, was folgen sollte, erhielt ich schon in der vorherigen Nacht. Kurz vor Mitternacht dröhnte es direkt hinter unserem Schlafzimmerfenster, wie es schien, laut auf, ich wurde von Lichtschein geblendet und war natürlich im Gegensatz zum Rest der Familie sofort wach. Das ganze Feld schien voller Maschinen, deren Lichter gespenstisch auf und ableuchteten. Hätte ich es nicht von den Vorjahren gewusst, wäre ich in Versuchung geraten, an einen Angriff von Aliens zu denken.
Trotz des Aufruhrs stellte sich am nächsten Morgen heraus, dass sie nur die äußere Runde gemäht hatten. Erst am späten Nachmittag rückte die Armada wieder an, nachdem sie sich offenbar zuvor ein anderes Feld vorgenommen hatte: zunächst zwei Mähdrescher gefolgt von zwei Treckergespannen. 2mahdrescher.jpg

Nach einer guten Stunde erhielten sie Verstärkung vom dritten Mähdrescher, der noch das Nachbarfeld zuende bearbeitet hatte. Alles war generalstabsmäßig organisiert — kein Stillstand, kein Leerlauf. Sobald der Speicher eines Dreschers voll war, ging ein Treckergespann längsseits, und während der Mäher weiterlief, wurde der Anhänger befüllt. Fabrikmäßige Ernte, von Landromantik keine Spur. Am selben Abend war das Feld leergeräumt, aber bis spät in die Nacht — erst unterbrochen von einem heftigen Regenschauer — dröhnten weiter entfernt noch die Motorengeräusche.

Heute habe ich denn auch den Reh-Schutz entfernt, da die Tiere nun — hoffentlich — nicht mehr so dicht ans Haus herankommen werden. Zusätzlich zum Weidezaun im Vorgarten musste ich meine Westerland-Rosen an der rückwärtigen Hecke schützen, denn ein Reh — genauer: eine Ricke mit Kitz — hatte es sich zur Angewohnheit gemacht, regelmäßig über den Gartenzaun zu springen und besagte Rosen abzufressen. Aus diesem Grund habe ich Lappen mit Stinköl beträufelt (gibts in der Apotheke und riecht noch schlimmer als es heißt) und dazwischengehängt. Gewirkt hat es, wie man an dem dunkelroten Neuaustrieb zwischen den abgefressenen Stummeln erkennt, aber den wunderschönen, intensiv-fruchtigen Duft der Rose kann man selbst auch nicht genießen, solange die Lappen dort hängen.

stinkol.jpg

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9 Kommentare

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