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Schachtelhalm

24. März 2007

Heute war nun endlich das Gemüsebeet an der Reihe. Vor etwa einer Woche hatte ich schon die Rasenkanten abgestochen, wodurch es wie bisher jedes Jahr um etwa dreißig Zentimeter breiter geworden ist (irgendwann gibt es dann gar keine Rasenfläche mehr im Garten). Was ich nicht bedacht hatte, war, dass der neu zugewonnene Grund erst einmal wieder von Wurzelunkräutern gesäubert werden musste. Unter unserem gesamten Garten liegt ein Netzwerk von Schachtelhalmwurzeln zwischendurch unterbrochen von Löwenzahn, der der Größe der Wurzeln nach zu urteilen einige Jahrzehnte alt ist. Während sich der Löwenzahn einigermaßen gut zurückdrängen lässt — spätestens nach dem fünften Mal Abstechen gibt auch der stärkste Löwenzahn auf –, gestaltet sich das bei Schachtelhalm wegen der tiefliegenden und weit verzweigten Wurzeln wesentlich schwieriger. Trotz mehrfachen Umgrabens bzw. dem Hinterhergraben der Wurzeln (bei einem Meter habe ich dann aufgegeben), wächst er nicht nur im Gemüsebeet immer wieder nach. In den letzten Jahren haben wir schiebkarrenweise Schachtelhalmwurzeln aus dem schweren Lehmboden gezogen, aber es bleibt uns nichts anderes übrig, als uns mit diesem urtümlichen Gewächs zu arrangieren, da es von der Rasenfläche her und aus den tieferen Bodenschichten immer wieder nachwächst. Durch Kalken des Bodens und konsequentes Abstechen drängt man es zwar zurück, sobald man aber nachlässt, übernimmt es wieder die Herrschaft über die Fläche. Inzwischen kann ich gut verstehen, wie der Ackerschachtelhalm sich über Jahrmillionen so erfolgreich auf der Erde behaupten konnte.

Ein kleiner Trost bleibt noch: Aus dem Kraut lässt sich ein hervorragendes Stärkungsmittel gegen Pilzkrankheiten (v.a. Mehltau) brauen, da es viel Kieselsäure enthält. Eine größere Menge Schachtelhalmkraut 24 Stunden in Wasser in einem großen Topf einweichen, anschließend mit dem Wasser eine Stunde kochen; die Brühe dann abseihen, im Verhältnis 1:5 verdünnen und die zu schützenden Pflanzen damit begießen. Die abgekochten Stengel gebe ich entweder auf den Kompost oder mulche damit die Rosen.

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