Auch wenn die ersten Schwalben eingetroffen sind und seit einigen Tagen strahlendster Sonnenschein herrscht, die wahren Frühlingsgefühle wollen sich einfach nicht einstellen. Der scharfe Nordostwind, der ständig weht — wie es scheint von Tag zu Tag heftiger — zerrt an den Nerven. Zudem sorgt der strahlend blaue Himmel für harte, kalte Farben, lässt die Pflanzen im Garten stumpf erscheinen. Selbst das Kornfeld hinter unserem Haus wirkt kalt und abweisend mit seinen grün-silbernen Wogen.
Nur in geschützten Ecken ist es im Garten auszuhalten, aber das sind nicht gerade die Orte, an denen man arbeiten möchte. Nicht nur dass es kalt ist, man muss auch ständig aufpassen, dass die Materialien an einem Ort bleiben: Hat man gerade den Unkrauteimer geleert, muss er beschwert werden, damit er nicht vom Wind durch die Gegend geblasen wird. Das Schnittgut von Stauden, das noch häufchenweise auf das Einsammeln gewartet hatte, ist sowieso in alle möglichen Ecken verteilt worden, und ans Aussäen — eigentlich das Schönste zu dieser Jahreszeit — ist erst recht nicht zu denken. Kurz gesagt, es macht einfach keinen Spaß.
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