Nachdem mir im letzten Jahr meine Paeonien und Rittersporne wie schon so oft vom Wind umgeknickt worden waren, hatte ich mir vorgenommen, dass mir dies nicht wieder passiert. Man kann natürlich alle möglichen Stützsysteme kaufen, aber das Richtige war für mich nicht dabei. Denn auch wenn man die Plastik- und Metallringe nicht mehr sieht, sobald die Stauden hochgewachsen sind, es dauert doch immer eine ganze Weile, bis sie verschwunden sind, und außerdem weiß ich noch, dass es sie gibt. Darüber hinaus macht Selbermachen viel mehr Spaß, vor allem zu einer Zeit, da man im Garten nicht weiterkommt, weil der Boden bis oben hin mit Wasser gesättigt ist und eine Bearbeitung vor allem Frust, Rückenschmerzen und sehr verdrecktes Werkzeug sowie Kleidung zur Folge hätte.
Solche Flechtgitter sind relativ schnell angefertigt und machen auch Kindern Spaß. Als Stützen wurden etwa 70cm lange Halme Chinaschilf genommen, die im Abstand von 10 bis 15cm etwa 20cm tief in die Erde gesteckt wurden. Anschließend haben wir Weidenzweige abgeschnitten und herumgeflochten. (Wenn die Weidenzweige nicht ganz frisch sind, kann man sie für ein paar Tage in Wasser, z.B. in der Regentonne, einweichen, damit sie beim Flechten nicht brechen.) Ganz zum Schluss, als die Weide beim besten Willen nichts mehr hergab, bin ich auf den Neuaustrieb des roten Hartriegels umgestiegen. Der ist zwar nicht ganz so elastisch, aber sehr dekorativ, sodass ich in Zukunft noch etwas mehr damit experimentieren werde.
Im Moment sehen sie noch ganz stabil aus. Ob sie den Härtetest im Sommer überstehen, wird sich zeigen ….
Sicher sind solche rustikalen Gestelle nicht jedermanns Geschmack, aber in meinen eher unaufgeräumten, naturbelassenen Garten passen sie sehr gut, weil sie fast in der Landschaft verschwinden.
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