- Komfort: Gartenhandschuhe gibt es in allen Formen und Größen, wasserdicht oder atmungsaktiv, modisch oder zweckmäßig.
- Kälteschutz: Gerade jetzt in der feucht-kalten Jahreszeit machen klamme Finger die Arbeit oft zur Quälerei.
- Sauberkeit: Wenn man mit beiden Händen in der Erde wühlt oder beim Jäten mit Pflanzensäften in Berührung kommt, lagert sich der Dreck nicht nur unter den Fingernägeln und auf der Haut, sondern auch in der Haut an, sodass auch anschließendes heftigstes Schrubben nicht zum gewünschten Erfolg führt. Gerade Pflanzensäfte (Löwnzahn, Schöllkraut) hinterlassen ziemlich echte Flecken.
- Handpflege: Es gibt kein besseres Rezept für trockene Haut und rissige Fingernägel als Unkrautjäten mit bloßen Fingern. Zusammen mit den nicht zu entfernenden Verfärbungen (s.3) ergibt sich ein recht ungepflegtes Erscheinungsbild, mit dem man nicht unbedingt repräsentative Funktionen wahrnehmen möchte.
- Verletzungsschutz: Wer bei Schneidemaßnahmen oder beim Entrümpeln sich schon mal die Finger mit Splittern und Dornen gespickt und auch anschließende eitrige Abzesse von nicht entfernten Splittern erlitten hat, weiß schützende Handschuhe zu schätzen. Auch beim Umgraben und Hacken leisten sie einen guten Dienst, um Schwielen und Blasen zu vermeiden.
…und warum ich sie dann doch meistens nicht benutze:
Handschuhe sind wie eine störende Barriere. Ich muss die Erde bei der Gartenarbeit anfassen, spüren — das macht für mich den Reiz aus. Unkräuter (pardon: an ungünstigen Stellen wachsende Wildkräuter) lassen sich mit den bloßen Händen viel besser fassen. Der Schnitt von Rosen und Bäumen wird wesentlich genauer, wenn nicht noch eine trennende Schicht Stoff oder Leder dazwischen liegt. Die Kratzer spüre ich immer erst hinterher.
Und noch etwas Störendes an Handschuhen: Sie liegen nie da, wo man sie sucht. Oder wenn man welche findet, sind es garantiert die des Ehegatten …
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