Posted by: Corinna Schwartz | Januar 7, 2008

Warzen

Wer schon einmal mit Warzen zu tun hatte, weiß wie hartnäckig diese relativ harmlosen, aber sehr lästigen Hautwucherungen sein können. Zunächst einmal fängt man beim Hausarzt an, doktort mit Salizylsäurepflastern oder Vereisungsspray herum. Der nächste Schritt ist der Hautarzt, wo wöchentlich gepinselt oder gelasert wird. (Dies mit einem  herablassenden “Na,  wir gehen da schon ein bisschen intensiver vor als der Hausarzt.”)

Als wir nach einem Vierteljahr, in dem keine sichtbare Veränderung des Hautbildes erzielt worden war, nachfragten, wie lange die Behandlung denn nun noch dauern würde, erhielten wir die Antwort, dass diese sich bis zu zwei Jahre (!) hinziehen könne. Damit war das Thema Schulmedizin für uns zumindest in Bezug auf diese Erkrankung erledigt.

Wie also nun weiter? Bei unserem Großen hat die Homöopathie geholfen — innerhalb von vier Wochen waren alle Warzen verschwunden. Bei der Kleinen erwiesen sich die an beiden Füßen sprossenden Warzen aber als wesentlich hartnäckiger, sodass wir zunächst Heilpflanzen ins Auge fassten. Allerdings hatte weder der homöopathische Thuja-Extrakt noch der Löwenzahn- bzw. Schöllkrautsaft Erfolg; bei letzteren wurden die betroffenen Stellen nur noch mehr durch die unschöne braune Färbung hervorgehoben. Dann also zum Besprechen. Aber unser Dorfheiler winkte ab, weil er meinte, dass Warzen schwer auf diese Behandlung ansprechen (immerhin war mal jemand ehrlich!). Dafür gab er uns aber einen Tipp, der jetzt nach etwa zwei Monaten tatsächlich deutliche Wirkung zeigt: die Warzen jeden Abend mit Rapshonig einstreichen. Er meinte, dies könne bis zu einem Jahr dauern. Es ist zwar etwas aufwendig, jeden Abend die entsprechenden Stellen zu bestreichen und einzubandagieren, aber wenn es in diesem Tempo weitergeht, dann sind wir in einem Monat damit durch: Die kleineren sind schon ganz verschwunden bzw. kaum noch zu sehen und die größeren Warzen sind erheblich zurückgegangen.

Ob es nun wirklich an dem Honig liegt oder daran, dass sich mit der Behandlung automatisch die Fußhygiene verbessert (jeden Morgen Füße waschen und abends und morgens Socken wechseln), kann ich nicht sagen, aber das ist mir dann ehrlich gesagt auch egal, wenn die Viecher erst einmal weg sind.

Antworten

Ja, Warzen waren auch bei mir so ein Thema …
Als Kinder haben wir mal einen ganz großen Blödsinn gemacht:
Mein Cousin hatte eine Warze, und er sagte, wenn das Blut von meiner Warze auf deine Hand kommt, kriegst du auch eine. Das wollte ich nicht glauben, und so haben wir es ausprobiert. Ganz mutig hat er seine Warze mit seinem Taschenmesser angeritzt - bis es blutete. Dann hielt ich meinen Daumen an das Blut, und was einige Wochen danach passierte, kannste dir vorstellen.
Jahrelang hab ich versucht, das Ding wieder los zu werden: Drauf gepinkelt, es mit Buttermilch eingestrichen, es besprochen … Nix half. Im Gegenteil, es wurden immer mehr, bis sie Jahre später (irgendwann in der Pubertät) plötzlich von selbst verschwanden. Geblieben sind bis heute nur ganz kleine Wärzchen auf dem Handrücken, aber die stören mich nicht weiter. ;-)
Ich finds gut, dass ihr alternative Wege probiert und das Söhnchen nicht mit Chemie vollstopft. Intensive Fußhygiene - gerade bei Jungbüllekes - hat ja in jedem Fall ihr Gutes … *grins* Und wenns dann auch noch gegen Warzen hilft, ist es doch toll.

Ein schönes Design…. muss ich sagen, “WordPress” gefällt mir zunehmend.
Ich bin über Ulinnes Garten hier hineingeschneit und kann bei Warzen natürlich auch mitreden :-) Wer hatte sie nicht als Kind und mein Sohn hatte sie auch! Und natürlich kann ich auch eine nette Geschichte erzählen: Meine Warzen störten mich überhaupt nicht als Feld-Wald-und Wiesen Kind, das ich war, und meine Eltern ebenfalls nicht. Mein Problem war damals die Unterscheidung von rechts und links, und ich lernte das mit Hilfe der Warze: An meiner rechten Hand hatte ich am Ringfinger eine Warze und an der linken eben keine! Diese Eselsbrücke war für mich damals eine große Hilfe.
dagegen ein Theater, ich musste mit ihm zum Arzt gehen. Ich habe das wesentlich gelassener gesehen als Sohnemann, meine verschwanden damals schließlich irgendwann von selbst ..wahrscheinlich weil ich sie ignoriert habe.
Mein Sohn hatte Fußwarzen, und ich hatte/habe den dringenden Verdacht, dass das ständige Turnschuhtragen der heutigen Jugendlichen die Hornhaut aufweicht, so dass die Warzenviren besseren Zugang finden.
Viel Erfolg beim Warzenbekämpfen!
LG
Sisah

Nachtrag: Warum kann man hier nicht so wunderbar seinen Beitrag korrigieren wie in Ulinnes Garten? Schade, in meinem Beitrag fehlt im vorletzten Absatz die Zeile :” Mein Sohn machte … dagegen Theater….
Sisah

Danke für die Aufmunterung und die netten Geschichten. Es kommt wohl kaum jemand ohne Warzen durchs Leben ….

@Sisah
Bei Ulinne habe ich die Korrekturfunktion zum ersten Mal gesehen — hat mir auch sehr gut gefallen. Bei WordPress ist das offenbar nicht im Leistungsumfang enthalten. :(

Nee, aber als Plugin kann man die Kommentar-Korrektur-Funktion in ein WordPress-Blog packen, das auf dem eigenen Server liegt. Hier geht das aber leider nicht, dies hier liegt wohl - genauso wie das Emmahund-Blog - frei auf dem öffentlichen WordPress-Server, gell?

Ganz richtig, Ulrike. Ich gehör halt zu den bequemen Leuten. ;)

Einen Kommentar hinterlassen

Your response:

Kategorien