Wer schon einmal mit Warzen zu tun hatte, weiß wie hartnäckig diese relativ harmlosen, aber sehr lästigen Hautwucherungen sein können. Zunächst einmal fängt man beim Hausarzt an, doktort mit Salizylsäurepflastern oder Vereisungsspray herum. Der nächste Schritt ist der Hautarzt, wo wöchentlich gepinselt oder gelasert wird. (Dies mit einem herablassenden “Na, wir gehen da schon ein bisschen intensiver vor als der Hausarzt.”)
Als wir nach einem Vierteljahr, in dem keine sichtbare Veränderung des Hautbildes erzielt worden war, nachfragten, wie lange die Behandlung denn nun noch dauern würde, erhielten wir die Antwort, dass diese sich bis zu zwei Jahre (!) hinziehen könne. Damit war das Thema Schulmedizin für uns zumindest in Bezug auf diese Erkrankung erledigt.
Wie also nun weiter? Bei unserem Großen hat die Homöopathie geholfen — innerhalb von vier Wochen waren alle Warzen verschwunden. Bei der Kleinen erwiesen sich die an beiden Füßen sprossenden Warzen aber als wesentlich hartnäckiger, sodass wir zunächst Heilpflanzen ins Auge fassten. Allerdings hatte weder der homöopathische Thuja-Extrakt noch der Löwenzahn- bzw. Schöllkrautsaft Erfolg; bei letzteren wurden die betroffenen Stellen nur noch mehr durch die unschöne braune Färbung hervorgehoben. Dann also zum Besprechen. Aber unser Dorfheiler winkte ab, weil er meinte, dass Warzen schwer auf diese Behandlung ansprechen (immerhin war mal jemand ehrlich!). Dafür gab er uns aber einen Tipp, der jetzt nach etwa zwei Monaten tatsächlich deutliche Wirkung zeigt: die Warzen jeden Abend mit Rapshonig einstreichen. Er meinte, dies könne bis zu einem Jahr dauern. Es ist zwar etwas aufwendig, jeden Abend die entsprechenden Stellen zu bestreichen und einzubandagieren, aber wenn es in diesem Tempo weitergeht, dann sind wir in einem Monat damit durch: Die kleineren sind schon ganz verschwunden bzw. kaum noch zu sehen und die größeren Warzen sind erheblich zurückgegangen.
Ob es nun wirklich an dem Honig liegt oder daran, dass sich mit der Behandlung automatisch die Fußhygiene verbessert (jeden Morgen Füße waschen und abends und morgens Socken wechseln), kann ich nicht sagen, aber das ist mir dann ehrlich gesagt auch egal, wenn die Viecher erst einmal weg sind.
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