Seit etwa Oktober sind unsere Maulwürfe wieder vermehrt aktiv. Wie viele es sind, weiß ich nicht, aber ich glaube nicht, dass alle Haufen im Garten unterirdisch durch ein einziges Gangsystem miteinander verbunden sind. Es muss sich also um mehrere Familien handeln — oder sind Maulwürfe Einzelgänger?
Merkwürdigerweise wird kaum in den Sommermonaten gebuddelt, sondern erst, wenn es im Garten ruhiger ist. Und: Maulwürfe sind bequem. Auf den Rasenflächen findet sich kaum ein Haufen, weil der schwere Lehmboden hier sehr verdichtet ist. Das Gewühle spielt sich also in den Beeten ab und vor allem unter bzw. neben unseren gepflasterten Flächen, wo der Kies den Wühlaktivitäten kaum Widerstand entgegensetzt. Unsere mit Rasensteinen gepflasterte Auffahrt sackt schon an einigen Stellen ab, ebenso unsere neue Sonnenterrasse, kein Wunder, wenn solche monumentalen Burgen entstehen:
Vergrämungsmaßnahmen, die ich allerdings nur halbherzig durchgeführt habe, hatten wenig Erfolg. Kurzfristig haben sich die Tierchen vom Klappern und Surren der in die Hügel gesteckten Windspiele beeindrucken lassen, aber das hielt nicht lange vor. Jetzt Flaschen dort einzugraben, um Windgeräusche zu erzeugen, dazu hatte ich bisher keine Lust. Außerdem will ich die kleinen Wühler gar nicht wirklich vertreiben. Als Vertilger von Schnecken und allerhand anderem Kleingetier sind sie mir nämlich hochwillkommen. Wenn ich sie nur davon überzeugen könnte, ein wenig umzuziehen…
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